Brandgefahr auf ein Minimum reduzieren!

Richtiger Brandschutz beginnt mit der Planung. Erfahrungen aus Brandschäden zeigen, dass ca. 60 % der Schwachstellen auf Planungsfehler zurückzuführen sind. Ca. 30 % wurden durch fehlerhafte Ausführungen verursacht. Materialfehler weisen mit ca. 10 % den kleinsten Anteil auf. Ein Grund mehr, den baulichen Brandschutz schon während der Planung einzubeziehen. Anforderungen an Planung, Konstruktion, Ausführung und Materialien sind in den Landesbauordnungen der Bundesländer geregelt.

Feuerwiderstandsklasse

Die Feuerwiderstandsklasse eines Bauteils gibt an, wie lange ein Bauteil mindestens dem Feuer ausgesetzt werden kann, ohne durch den Brand zerstört zu werden. Feuerwiderstandsklasse F90 bedeutet, das Bauteil hält dem Feuer im Brandfall mindestens 90 Minuten lang stand. Dabei ist die Wahl der Baustoffe, die Art der statischen Beanspruchung sowie die Art der Brandbeanspruchung von Bedeutung.

Wichtige Maßnahmen des vorbeugenden baulichen Brandschutzes sind:

  • Verwendung schwer entflammbarer bzw. nicht brennbarer Baustoffe (Baustoffklassen). Nicht brennbare Baustoffe tragen nicht zur Brandlast und zur Entwicklung von Brandgasen bei.
  • Einbau feuerhemmender bzw. feuerbeständiger Bauteile, z.B. Brandschutztüren
  • Sicherung ausreichender Flucht- und Rettungswege
  • Feuerlöscher zur Bekämpfung von Kleinbränden
  • Rauchmelder zur frühzeitigen Erkennung von Bränden
Baustoffklasse Bauaufsichtliche Benennung
Anichtbrennbare Baustoffe
A1 nichtbrennbare Baustoffe
A2
B brennbare Baustoffe
B1 schwerentflammbare Baustoffe
B2 normalentflammbare Baustoffe
B3 leichtentflammbare Baustoffe