Farbgestaltung

Wozu sind Lieblingsfarben da? Zum Beispiel, um darin zu wohnen. Schlaf- und Badezimmer brauchen eher kühle, ruhige, entspannende Farben. Küche, Wohn- oder Esszimmer vertragen eine aktivere, kommunikativere Farbgebung. Je nach Ihrem Naturell können Sie hier durchaus mutiger kolorieren. Wichtig ist, dass Sie einige Grundregeln der Farbgebung und der Farbwirkung im Raum berücksichtigen. Natürlich spielt auch eine große Rolle, mit wem Sie zusammenleben. Sprechen Sie Ihre Farbideen auf jeden Fall eingehend mit Ihren Liebsten ab. Denn jeder Mensch ist anders. Und hat seine eigenen „Lebensfarben.“

Farben im Raum

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  Wirkung Assoziation
Blau kühl, raumerweiternd Himmel, Wasser, Eis
Gelb hell, strahlend, sonnig Licht und Leben
Rot feurig, aktiv, engt Räume ein Liebe, aber auch Achtung!
Orange warm, lebhaft, anregend reife Früchte
Grün nur helles Grün beruhigt Wald und Wiese, Leben
Violett geheimnisvoll, zwiespältig Flieder, Liturgie
Rosa süßlich, mädchenhaft Zuckerbonbons
Grau neutral, sachlich, ergänzend Alter, Theorie, Seriosität
Braun warm, passiv Schokolade, Kaffee, Erde
Gold strahlend, üppig, klassisch Reichtum, Prunk
Silber metallisch, kühl, modern Fortschritt, Geschwindigkeit

Erstmal abkleben

Je mehr farbliche Strukturen Sie im Raum erzeugen, desto mehr Stellen müssen Sie bedecken bzw. abkleben, um sie vor ungewolltem Farbauftrag zu schützen. Hier kommt es auf gute Planung und rechtzeitigen Einkauf an, denn ohne Spezialfolien und Abdeckbändern kann das ganze Projekt nicht starten! Und nichts nervt mehr als stundenlanges Entfernen getrockneter Farbspritzer oder unsauberer Farbkanten am Ende der Aktion.

Richtig abkleben, bessere Ergebnisse:

  • Klebekraft des Bandes vorher testen
  • trockene, staub- und fettfreie Oberfläche herstellen
  • Abdeckbänder fest andrücken
  • Bänder am Ende langsam und in einem Winkel von ca. 45° abziehen
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Raum und Farbe

Decken und Wände in gleichen Farbtönen erzeugen eine ruhige, umhüllende Wirkung. Warme Farbtöne geben ein Gefühl der Geborgenheit, ein hellerer Blauton lässt die Wände ferner wirken und weitet den Raum. Dunklere Bodenflächen „erden“ den Raum und vermitteln Sicherheit.

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Räume erhöhen

Setzen Sie die Decke heller von den Wänden ab, öffnen Sie den Raum nach oben und vergrößern den Raumeindruck. Die Leuchtkraft ihrer Pigmente lässt hellgelbe Decken übrigens heller strahlen als weiße Decken, die in der Verschattung oft grau wirken.

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Räume erweitern

Sind die Wände heller gestaltet als die Decke, öffnet sich der Raum zur Seite. Er gewinnt an Weite und verliert an Höhe. Wählen Sie den Farbton für die Decke nicht zu dunkel, da er in der Verschattung ohnehin dunkler und grauer wirkt.

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Akzente setzen im Raum

Eine einzelne farbige Wandfläche wird zum Blickfang. Warme und kräftige Farbtöne verkürzen den Raum dabei deutlich, denn warme Farbtöne kommen dem Betrachter optisch entgegen. Helle und kühle Farbtöne weiten den Raum, da sie optisch entfernter wirken. Je dunkler und kräftiger also ein Farbton, desto näher tritt er dem Betrachter (Ausnahme: sehr dunkle Farbtöne).